Wir sind solidarisch mit Charlotte Matheis

Die Kollegin und Personalrätin Charlotte Matheis am Universitätsklinikum Saarland soll fristlos gekündigt werden. Wir haben einen solidarischen Brief dazu verfasst. Das Solidaritätsfoto mit einigen Kolleg*innen ist heute am 3.1.18 nach einem Treffen im DGB Haus entstanden.

Der Kollegin Charlotte Matheis aus dem Uniklinikum Saarland, Mitglied im dortigen Personalrat und aktiv in der Gewerkschaft ver.di, droht eine fristlose Kündigung, ohne jegliche Vorwarnung und ohne ein Gespräch zur Klärung, ausgesprochen 2 Tage vor Weihnachten. Sie soll während ihrer Arbeitszeit ihrer Personalratstätigkeit nachgegangen sein. Wir fragen uns, wann denn sonst? Charlotte kämpft für mehr Personal im Saarland und an ihrer Klinik. Sie ist für den Arbeitgeber unbequem. Sie ist eine von uns.

Liebe Charlotte,

du bist großartig, mutig und wichtig für uns alle Beschäftigten sowie für die Patient*innen im Kampf für mehr Personal und für bessere Arbeitsbedingungen im Krankenhaus. Lasse dich nicht unterkriegen. Wir wissen aus eigener Erfahrung: aktive Menschen, wie du es bist, brauchen ein dickes Fell und einen starken Rückhalt. Diesen Rückhalt können wir dir geben, indem wir uns mit dir solidarisieren und deinem Arbeitgeber ein Protestschreiben übergeben.

Es liegt auf der Hand. Mit dieser fristlosen Kündigung will der Arbeitgeber vermutlich u.a. folgendes erreichen:

  • Er möchte einschüchtern
  • Er möchte eine Friedhofsruhe im Betrieb, keinen Aufruhr, keinen Widerstand
  • Er möchte auch weiterhin, dass alles so geräuschlos weiterläuft, d.h. dass wir uns auch weiterhin für das Unternehmen ausbeuten lassen
  • Er möchte, dass wir wie Schachfiguren funktionieren und wie die drei Affen sind: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen ….. nur malochen, malochen, malochen
  • Er möchte unbequeme, aktive Kolleg*innen loswerden, die sich gegen die krankmachenden Arbeitsbedingungen wehren und sich für die Beschäftigten einsetzen

Es ist leider nicht der erste Versuch, eine engagierte Kollegin zu entsorgen. Wir aber, die Aktiven in den Krankenhäusern, ob in der Gewerkschaft organisiert oder auch nicht, wissen, wie wir damit umgehen. Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Absichten solcher Arbeitgebermaschen nicht umgesetzt werden. Wir lassen uns nicht einschüchtern, leisten Widerstand und wehren uns und lassen uns nicht davon abbringen, sich weiterhin aktiv für die Kolleg*innen einzusetzen.

Liebe Charlotte, wir vom Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus, stehen hinter dir. Wir unterstützen dich und sind solidarisch bei deinem Kampf gegen die fristlose Kündigung. Dieser Angriff auf dich, ist ein Angriff auf uns alle. Wir fordern deinen Arbeitgeber auf, die fristlose Kündigung sofort zurückzunehmen.

Mehr von dir – mehr von uns ist besser für alle. Gesundheit ist ein Menschenrecht, keine Ware!

Solidarische Grüße

Die Kolleg*innen vom Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus

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